John O. Bluegrass Banjos
Handmade Banjo Rims
Nur ein perfekt sitzender Tonring klingt!
Bau und Reparatur von Bluegrass Banjos, Banjorims.
Kaufberatung und Informationen rund ums Banjo
Banjo Block Rims –
Handmade by John.O
Am Anfang war Musik
und eine Idee
Banjos sind einfach tolle Instrumente.
Der Klang von Bluegrass Musik hat mich immer schon fasziniert. Zuerst Country Bands ganz allgemein, dann irgendwann alles wobei ein Banjo mitspielt. Die Osbourne Brothers, The Country Gentlemen, Don Reno, Old & In the Way und und und.
Vor allem aber die Old-Style Band "Carolina Chocolate Drops" mit der grandiosen Rhiannon Giddens haben mich 2008 zum Banjo Spiel und letztendlich zum Banjo Bau gebracht.
Rhiannon spielte teilweise mit bundlosen Banjos, so wie sie einst vor 200 Jahren gespielt wurden. Diese Banjos mit Dowel-Stick haben es mir damals wie heute angetan.
Die Bandbreite des Klangs, die Lautstärke oder der Unterschied zwischen den verschiedenen Bauarten verliert nie seinen Reiz. Alleine Gibson hat in seinen besten (prewar) Jahren etliche Tonring Patente angemeldet. Aber auch etliche Banjos ohne Tonring hören sich unglaublich gut an.
Es macht einfach Spass auszuprobieren was geht, und was klingt. Welches Holz sich wie anhört und welches überhaupt nicht. Über allem steht aber der perfekte Sitz des Tonrings auf dem Rim. Der teuerste Tonring nutzt nichts, wenn er falsch verbaut wird. Darum ist ein einfaches Wechseln des Rings auch gar nicht möglich ohne den Rim zu bearbeiten.
Ein teures Banjo kann jeder handwerklich begabte selber bauen; einfach die besten Teile kaufen und zusammenbauen. Aus einfachen Teilen etwas Gutes zu machen finde ich viel interessanter.
Massiver Blockrim
Warum soll ein Blockrim besser sein?
Das liegt ganz einfach am Klang!
Viele Hersteller nutzen den maschinell hergestellten mehrlagigen Sperrholzring. Das sind 5,7 oder 9 Lagen Holzfurnier, die wie eine Sperrholzplatte über einer Strangpresse verleimt werden. Sehr effektiv und in großen Mengen produzierbar.
Vorteil: Null Handarbeit, kein Verschnitt und extrem stabil.
Nachteil: Er klingt nicht. Bauen sie ihn einmal aus und klopfen ans Holz
Dann gibt es Hersteller und DIY-Bauer, die schwören auf den 1, 2 oder 3 lagigen, gedämpft gebogenen Rim. Das ist von der Idee her gut, aber dieser Rim steht immer unter Spannung. Die inneren Holzfasern sind gestaucht, die äußeren gedehnt. Die kleinste Veränderung der Luftfeuchte reicht, und der Rim ist nicht mehr 100% rund und plan.
Vorteil: wenig Verschnitt, schönes Holzbild
Nachteil: immer unter Spannung, nur für Banjos mit Schuhschrauben (außen glatt)
Der Blockrim wird aus ausgesuchtem Holz des selben Stamms gefertigt. Leisten mit möglichst gleicher Maserung werden zu 9 oder 10 eckigen Rahmen zugeschnitten und verleimt. Diese Rahmen werden auf Höhe geschliffen und dann versetzt zu 3 oder 4 Lagen wieder verleimt. So entsteht, wie bei einem Mauerwerk, eine spannungsfreie und stabile massive Holz-Konstruktion. Diese wird dann auf der Drechselbank so bearbeitet, dass der Tonring perfekt passt.
Vorteil: Stabil, spannungsfrei, gut drehbar und klingt wie Holz klingen sollte
Nachteil: sehr viel Holz-Verschnitt, arbeitsintensiv und für die Serienherstellung zu teuer
Neulich habe ich Banjo Rims aus verschiedenen Hölzer gesehen. Also mehrfarbig für die Optik. Das ist natürlich Tontechnisch Bullshit. Denn dann zerstört man jegliches Schwingen der Struktur.
Banjo Kaufberatung
Eigentlich kann eine Kaufberatung online gar nicht funktionieren, denn jeder Mensch tickt anders, hat andere Möglichkeiten, Ziele, Hände usw und sowieso einen anderen (Fühl und Hör) Geschmack. Wollen Sie es nur mal ausprobieren oder ernsthaft einsteigen? Sind 400 € jetzt viel oder 800 € ok für Sie? Haben Sie überhaupt Erfahrungen mit Saiteninstrumenten oder ist das Neuland?
Es gibt Banjos ab 100 €, so wie es auch E-Gitarren ab diesem Preis gibt. China machts möglich. Aber erwartet dafür kein wirkliches Instrument.
Mal abgesehen von den verschiedenen Grundaufbauten, gibt es verschiedene Spieltechniken, die Einfluss auf eine Entscheidung geben. Clawhammer, Seeger Picking oder Scruggs Style usw?
Zwischen Gewicht und Halsform/breite können extrem abweichen. Es gibt 2 Kilo und 7 Kilo Banjos! (Nut) Halsbreiten von 28 bis 35 mm, das sind schon krasse Unterschiede.
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Reparatur/Einstellung
In den letzten Jahren hatte ich einige Instrumente in der Hand, die "fachmännisch" repariert bzw eingestellt wurden. In Zeiten von Sekundenkleber und Epoxidharz fühlt sich jeder dazu berufen, Risse oder Brüche selbst zu bearbeiten. An den KoordinatorRods wird munter herumgeschraubt und der Halsstab sinnlos zerstört, nur weil man versucht hat die Saitenlage anzupassen.
Meist machen diese "Profis" den Schaden nur noch größer, im schlimmsten Fall zerstören sie das Teil. Leim ist nicht gleich Leim und Zollwerkzeug ist nicht metrisch. Passt das Werkzeug nicht perfekt, dann aufhören. Einen kaputten Halsstab kann man nur aufwändig reparieren. Hat der "Profi" mit normalem Leim gearbeitet, dann kann man auch die Halsstab Reparatur vergessen.
Meine Arbeit
Noch beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem Bau von Block Rims. Und natürlich dem Reparieren/Einstellen von Banjos und Gitarren.
Ziel ist es ein "Prewar-Mastertone" Banjo komplett selbst zu bauen. Also mit selbst gegossenem Tonring! Bis dahin pimpe ich vorhandene oder gebraucht erworbene Korea/Japan/China so auf, dass sie sich wie brauchbare Banjos anhören.
Dabei passe ich die vorhandenen oder wertigere Tonringe und den Hals an einen neuen massiven Holz-Rim an.
Übrigens: Es lohnt nicht, ein neues 300,-€ China Banjo zu überarbeiten, dazu sind die Einzelkomponenten einfach zu minderwertig. Ein Höfner HBA, Ephiphone 250, Korea Fender FB58, ein Washburn B-16 usw. sind die Teile, aus denen man klanglich hörbares herausholt. Die günstigeren Alurim Modelle verschiedener Hersteller sind nur für einen Umbau zum Holztonering-Rim interessant , da sonst ein teurer Tonring zugekauft werden muss.
Dokumentationen
Hier werden zukünftig Fotodokumentationen verschiedener Projekte zu sehen sein.